Schlafsack

Hüttentour

Der Schlafsack soll auch bei einer Hüttentour mindestens 0°C Komforttemperatur haben. In der Hütte geht der wärmende Ofen nachts nach wenigen Stunden aus und manchmal kommt nur etwas warme Luft in die Schlafzimmer, da kann die Temperatur bis auf ungefähr 5°C absinken. Aber es gibt immer noch Decken in den Hütten, zumindest in denen vom DNT! Bei anderen offenen Hütten eher nicht.

 

Auf einer Hüttentour muss man bei unerwartet ungünstigen Bedingungen auf der Tour damit rechnen, auch außerhalb von Hütten zu übernachten. Optimalerweise kann man in einer Schneehöhle schlafen, dann wird es nicht kälter als 0°C. Eventuell kann man aber nur eine Grube graben, Schutz unter Bäumen finden oder im Zelt schlafen. Deshalb sollte die Komforttemperatur mit Benutzung des Inletts bei -10°C liegen. Mit Daunenfüllung gibt es das sogar mit unter 1000g Gewicht. Wenn es dann noch kälter werden sollte, muss Reservekleidung angezogen werden.

Weil es manchmal in den Hütten sehr warm ist, wird das Schlafsack-Inlett als Hüttenschlafsack bzw. Laken verwendet.

Zelttour

Bei einer geplanten mehrtägigen Zelttour sollte die Komforttemperatur je nach den zu erwartenden Temperaturen bei -20°C oder tiefer liegen. Außer dem Inlett kann man dann noch eine Dampfsperre VBL verwenden. Im Schlafsack sollte auch noch etwas Platz sein um mit zusätzlicher Kleidung am Körper dort bequem drin liegen zu können. Der Schlafsack darf auf keinen Fall spannen, dann geht isolierende Luft verloren! Für Bauchschläfer darf die Länge nicht zu kurz sein, sonst wird die Luft aus dem Fußbereich herausgedrückt und es wird dort kühl. Mit dem dichten Schließen des Wärmekragens und der Kapuze sollte man sich auch am besten vorher in aller Ruhe zu Hause einmal mit beschäftigen - dann lassen sich Überraschungen und Verzögerungen im echten Einsatz vermeiden.

Wichtig ist die Verwendung einer wintertauglichen Isomatte. Schaumstoffmatten sind unkaputtbar, schnell auszurollen und bei ausreichender Dicke auch warm. Matten zum Aufpumpen gibt es auch mit leichter Daunenfüllung, es werden aber einige Minuten zum Aufpumpen benötigt und einige Menschen hatten schon mit Lecks zu kämpfen. Meine soll bis zu -38°C funktionieren - erfolgreich einsetzen konnte ich sie bisher nur bei -36°C. Als Reserve habe ich eine dünne EVA-Matte mit, normalerweise liegt sie als Teppich im Zelt. Falte ich sie in der Mitte doppelt habe ich einen notdürftigen Ersatz, falls die Aufblasmatte mal kaputt gehen sollte.

Selbstaufblasende Matten haben sich nicht bewährt - Mitreisende haben damit schlechte Erfahrungen gemacht.

Morgendliches Lüften

Von links nach rechts: VBL, Inlett, Daunenschlafsack.